Was die Abholzung des Regenwalds mit Corona zu tun hat

Abholzung des Regenwalds

Die Corona-Krise, die uns 2020 überrollt, lässt die Köpfe vieler Wissenschaftler und Politiker rauchen. Woher kommt der Virus? Wie können wir seine Ausbreitung eindämmen? Und welche Faktoren haben zu seinem Ausbruch geführt?

Was vielen Wissenschaftlern seit langer Zeit klar ist: Pandemien und Seuchen werden durch die Abholzung des Regenwalds begünstigt. Und deswegen warnten schon lange vor dem Jahr 2020 diverse Wissenschaftler vor genau einem solchen Szenario.

Während Corona die Welt in Atem hält, werden 796,08 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt

Das Corona-Virus, Sars-CoV-2, nutzte erst Tiere als Wirte, ehe ihm der Befall des menschlichen Organismus gelang. Und mit dieser neuen Eroberung konnte Corona im Jahr 2020 uns alle in die Knie zwingen. Einem kleinen unscheinbaren Virus gelingt es die Welt in Atem zu halten.

Und während sich alle Medienmitteilungen nur noch um ein Thema drehen, werden unbemerkt in den ersten drei Monaten des Jahres 2020 ganze 796,08 Quadratkilometer Regenwald in Brasilien abgeholzt.

Und dieser Zusammenhang könnte sarkastischer nicht sein.

Durch zerstörte Ökosysteme rücken Mensch und Tier immer enger zusammen

Viel zu oft vergessen wir, dass die Welt in der wir leben, ein zusammenhängendes Ökosystem ist. Durch den Import von Soja zerstören wir in Brasilien den Cerrado. Für Palmöl holzen wir Wälder in Indonesien ab. Dachten wir wirklich, dass wir im Gleichgewicht bleiben, wenn wir so viele Landflächen um uns herum zerstören? 

Durch die Abholzung von Wäldern können sich Krankheitserreger und Viren leichter verbreiten. Tiere, die bislang durch Wald von uns getrennt lebten, kommen miteinander in Kontakt. Weniger Wald rückt Lebewesen in letzter Konsequenz näher zusammen. Auch Tier und Mensch. 

Pandemien, wie die aktuelle Corona-Pandemie, werden immer häufiger auftreten, wenn solche Rodungen – wie die in Brasilien – ungehindert fortschreiten. 

Wie Fledermäuse Viren übertragen können

Sars-CoV-2 soll angeblich von Fledermäusen auf Menschen übergegangen sein. 1997 verbrannten riesige Flächen des Regenwalds in Indonesien – die Heimat vieler Fledermäuse, die daraufhin in malaysischen Orchideenbäumen Schutz suchten.

Kurz danach erkrankten Schweine, die von denselben Früchten naschten, wie die Fledermäuse zuvor. Auch malaysische Bauern assen von den angeknabberten Früchten und viele starben daraufhin aufgrund des sogenannten Nipah Virus. Der Virus, der zuvor nur Fledermäuse befallen hatte.

Mehrere Studien belegten den Zusammenhang von der Abholzung des Regenwalds und den Ausbruch krankheitserregender Viren. Bloss interessierte das bisher keinen.

"Bats, Coronaviruses, and Deforestation"

Jahr für Jahr steigt der Waldverlust auf diesem Planeten um rund 10 %.

Im April 2018 publizierten Wissenschaftler den Artikel: «Bats, Coronaviruses, and Deforestation: Toward the Emergence of Novel Infectious Diseases?»

Dort findet sich die unumstössliche Erkenntnis, dass abgeholzte Regenwälder den Ausbruch von Corona-Viren durch Fledermäuse begünstigen. Sie kommen näher an die Lebensgebiete der Menschen heran. Wir dringen immer weiter in den Dschungel hinein. 

Wir sind so nah wie nie an Seuchen und Viren, die sich bisher im Dunkeln – fernab unserer Zivilisation – verbreiteten.

Der Impfstoff gegen Covid-19 kuriert das Symptom, nicht die Krankheit

Und genau darum ist es so paradox, dass wir in Zeiten der Corona-Krise einen traurigen Rekord wie jenen der Abholzung des Regenwalds in Brasilien im Jahr 2020 zulassen.

Bald wird es einen Impfstoff für Corona, Covid-19, geben. Einen Moment lang werden wir erleichtert aufatmen. Leider ist ein solcher Impfstoff reine Symptombehandlung. 

Die Ursache dieser Pandemie grassiert weiter.

Und das wird sie, solange weiterhin die Natur in diesem Ausmass zerstört wird.

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